Warum Zähne bleichen?
Mit der Zeit verlieren unsere Zähne ihre schöne weisse Farbe und werden gelblich. Das liegt einerseits an Verfärbungen, die durch Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Cola und Rotwein ausgelöst werden. Das passiert, wenn Lebensmittelreste sich in den kleinen Kratzern und Rissen der Zahnoberfläche oder in den Poren des Zahnschmelzes festsetzen.
Andererseits wird unser weisser, leicht transparenter Zahnschmelz – die oberste Zahnschicht – im Laufe unseres Lebens dünner, sodass die darunterliegende Schicht – das Dentin – immer mehr durchscheinen kann. Das ist ganz normal und eine natürliche Abnutzerscheinung. Der Zahnschmelz kann nämlich, im Gegensatz zu den meisten anderen Körpersubstanzen nicht natürlich nachwachsen. Da der Farbton des Dentins eher einen gelblichen oder sogar bräunlichen Ton hat, erscheinen die Zähne dann insgesamt gelblicher. Welche Farbe dein Dentin hat, ist genetisch bedingt. Wenn deine Zähne von Natur aus, trotz gründlicher Zahnhygiene, nicht weiss sind, liegt es womöglich daran, dass dein Dentin einen starken Gelb- oder Braunton hat.
Auch der Zahnstein, der entsteht, wenn wir uns die Zähne nicht regelmässig und gründlich genug putzen, hat eine gelbliche Farbe. Wer raucht, sorgt zusätzlich für gelbliche Verfärbungen durch Nikotin.
Auch wenn es normal ist, dass die Zähne mit der Zeit eher gelblich aussehen und das nicht unbedingt ein Zeichen für schlechte Mundhygiene ist, fühlen sich viele Menschen unwohl und wünschen sich weissere Zähne. Grund dafür ist das universelle Schönheitsideal von weissen Zähnen. Mit moderner Technik kann dein Zahnarzt oder deine Zahnärztin deine Zähne um einige Nuancen aufhellen.
Zähne bleichen beim Zahnarzt
Wenn du dich für ein Bleaching interessierst, solltest du dich an deinen Zahnarzt oder deine Zahnärztin wenden. Es ist nämlich wichtig, dass ein Profi zunächst deine Zähne untersucht und entscheidet, ob du deine Zähne überhaupt bleichen lassen kannst. Das Zähne-Bleichen beim Zahnarzt ist nicht nur sicherer als die Verwendung von Produkten aus der Drogerie – es ist auch deutlich effektiver. Zahnärzt:innen dürfen nämlich Bleichmittel mit einer höheren Konzentration von Wasserstoffperoxid verwenden. Warum die Produkte aus der Drogerie ungeeignet sind, erklären wir dir im Abschnitt “Zähne bleichen mit Produkten aus der Drogerie”.
Wie funktioniert Bleaching?
Bei einem Bleaching (Deutsch: Bleichen) wird ein Gel auf die Zähne aufgetragen, das Wasserstoffperoxid enthält. Wenn es in den Zahn eindringt, setzt es Sauerstoffradikale frei, die dafür sorgen, dass Farbpigmente im Zahn ihre Farbe verlieren – ähnlich wie bei einer Blondierung.
Die Stärke der Aufhellung wählst du dabei selbst. Sie wird auch von der Bleaching-Methode, der natürlichen Grundfarbe und der Beschaffenheit der Zähne beeinflusst.
Voraussetzungen fürs Bleichen der Zähne
Nicht jeder kann seine Zähne bleichen lassen. Um durch ein Bleaching weisse Zähne zu bekommen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Deine Zähne sind frei von Karies.
- Du hast keine beschädigten Füllungen oder Kronen.
- Es liegt keine Zahnfleischentzündung oder Parodontitis vor.
- Der Zahnarzt oder die Zahnärztin hat die Zähne vor der Behandlung gründlich untersucht.
- Es wurde in den letzten zwei Monaten eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt bzw. sie wird noch vor dem Bleaching durchgeführt.
Wie du siehst, dürfen nur gesunde Zähne gebleicht werden. Wenn du dir weissere Zähne wünschst, aber unter Karies oder Zahnfleischproblemen leidest, musst du zunächst diese Probleme behandeln lassen, bevor es mit dem Bleaching losgehen kann. Grund dafür ist, dass die Wasserstoffperoxide gerne schnelle Verbindungen eingehen, die bei undichten Kronen Schmerzempfindlichkeit und bei entzündetem Zahnfleisch Reizungen auslösen können. Bei Kariesbefall kann sogar der Zahnnerv stark beschädigt werden. Lass dich also unbedingt gründlich durchchecken, um unnötige Nebenwirkungen zu vermeiden.
Gut zu wissen:
Schwangere sollten ihre Zähne lieber nicht bleichen lassen. Worauf du während der Schwangerschaft in Sachen Zahnpflege noch achten solltest, erfährst du hier:
Bleaching-Methoden im Überblick
Beim Zahnarzt stehen dir verschiedene Methoden zur Aufhellung der Zähne zur Verfügung. Wir stellen sie dir hier – inklusive Vor- und Nachteilen – vor:
Professionelle Zahnreinigung
Eine professionelle Zahnreinigung ist zwar kein Bleaching im eigentlichen Sinne, weil hier kein Bleichmittel zum Einsatz kommt. Allerdings entfernt ein Dentalprofi dabei die Verfärbungen, die durch Zahnstein und Zahnbelag entstanden sind, was häufig schon zu einer sichtbaren Aufhellung führt. Auch wenn du dich für eine andere Bleaching-Form entscheidest, ist die professionelle Zahnreinigung der erste Schritt.
Vorteile:
- Gut für die Mundhygiene
- Entfernt Verfärbungen durch Zahnstein und Lebensmittel
Nachteile:
- Entfernt nur oberflächliche Verfärbungen und kann das Zahninnere nicht aufhellen
Gut zu wissen:
Wie genau läuft eine Professionelle Zahnreinigung ab und was kostet sie? Hier findest du alle wichtigen Infos:
In-office bleaching
Beim In-Office-Bleaching wirst du direkt in der Zahnarztpraxis behandelt und bist bereits nach einer Sitzung fertig. Dabei deckt ein Dentalhygieniker dein Zahnfleisch mit einem Schutzgel oder einem Gummituch ab. Anschliessend wird ein hochdosiertes Bleaching-Gel mit Wasserstoffperoxid aufgetragen. Beim sogenannten Power-Bleaching wird das Gel zusätzlich mit UV-Licht bestrahlt. Gegebenenfalls wird der Vorgang wiederholt, wenn der gewünschte Farbton noch nicht erreicht ist. Im Anschluss poliert der Zahnarzt oder die Zahnärztin deine Zähne, um Rillen und Kratzer zu glätten, damit Bakterien und Verfärbungen sich nicht festsetzen können. Der Bleaching-Effekt soll etwa ein bis drei Jahre anhalten./p>
Vorteile:
- Wenig Zeitaufwand
- Sofort sichtbares Ergebnis
- Fachgerechte Behandlung durch Dentalprofi
- Langanhaltende Wirkung
Nachteile:
- Relativ hohe Kosten
- Relativ aggressives Bleaching
- Kurzfristige erhöhte Schmerzempfindlichkeit wahrscheinlich
Home bleaching
Beim Home-Bleaching lässt du deine Zähne nicht in der Zahnarztpraxis bleichen, sondern machst das zuhause selbst. Der grosse Unterschied zu Produkten aus der Drogerie ist, dass du hier eine individuell angefertigte Kunststoffschiene bekommst, die genau auf deine Zähne passt. Dein Zahnarzt oder deine Zahnärztin wird dir genau erklären, wie du die Schiene und das Bleaching-Gel benutzt. Dabei trägst du die Schiene in mehreren Sitzungen jeweils einige Stunden am Tag. Du kannst selbst entscheiden, wie weiss deine Zähne werden sollen und mit der Behandlung aufhören, sobald du deine Wunschfarbe erreicht hast. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen zwei und sechs Wochen. Die Wasserstoffperoxidkonzentration ist bei dieser Methode geringer als beim In–Office-Bleaching – deshalb sind auch mehrere Anwendungen notwendig.
Vorteil:
- Langsames Annähern an den gewünschten Farbton
- Passgenaue Kunststoffschiene
- Sanftes Bleaching durch geringere Wasserstoffperoxidkonzentration und Verteilung auf mehrere Anwendungen
- Geringere Kosten (im Vergleich zum In-Office-Bleaching)
Nachteil:
- Längere Behandlungszeit
- Keine Kontrolle durch Fachpersonal
Internal Bleaching
Das Internal-Bleaching kommt vor allem bei wurzelbehandelten Zähnen zum Einsatz. Bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnnerv entfernt und das Zahninnere mit einer Füllung aufgefüllt. Der Zahn ist streng genommen tot und kann sich deshalb auch verfärben. Damit der abgestorbene Zahn in der Zahnreihe nicht auffällt, können Zahnärzt:innen Zähne auch von innen bleichen: Der Zahnarzt oder die Zahnärztin öffnet den Zahn und bringt ein Bleichmittel in Form einer Einlage ein und verschliesst den Zahn provisorisch. Die Einlage entfaltet über mehrere Tage ihre Wirkung und wird so lange erneuert, bis der Zahn die Farbe der restlichen Zähne angenommen hat.
Gut zu wissen:
Wie genau läuft eine Wurzelbehandlung ab? Das erfährst du in unserem Artikel:
Risiken und Nebenwirkungen: Ist Bleaching schädlich oder gefährlich?
Wenn du dir in einer Zahnarztpraxis die Zähne bleichen lässt und dabei alle Vorschriften eingehalten werden, spricht im Prinzip nichts gegen ein Bleaching. Es handelt sich allerdings trotzdem um eine relativ aggressive Behandlungsform, die nicht spurlos an deinen Zähnen vorbei geht.
Schmerzempfindliche Zähne
Viele Patient:innen – etwa 80 Prozent – leiden nach dem Bleichen der Zähne kurzfristig unter einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit gegenüber Kälte und Wärme. Die Zähne sind dann schmerzempfindlicher, weil das Wasserstoffperoxid die Zähne austrocknet und es eine Weile dauert, bis der Speichel sie wieder durchfeuchtet hat. Nach spätestens 24 Stunden sollten die Schmerzen wieder verschwunden sein. Viele Hersteller von Aufhellmitteln bieten ausserdem Gele an, die gegen diese Schmerzempfindlichkeit wirken und den Patient:innen nach der Behandlung mit nach Hause gegeben werden.
Falls du bereits vor dem Bleaching unter schmerzempfindlichen Zähnen leidest, solltest du dir gut überlegen, ob du deine Zähne wirklich bleichen lassen möchtest. Das Bleaching kann die Schmerzempfindlichkeit nämlich noch verschlimmern. Der unabhängige Dachverband Council of European Dentists rät seit 2015 von lichtaktiviertem Bleaching ab – diese Methode steht im Verdacht, verstärkt Schmerzempfindlichkeit zu verursachen. Wenn du auf der sicheren Seite sein möchtest, solltest du also lieber ein Bleaching ohne Lichtaktivierung wählen.
Behandlungsfehler
Sehr selten kann es bei einem Bleaching beim Zahnarzt zu Reizungen des Zahnfleisches kommen, wenn es vor der Behandlung nicht ausreichend abgedeckt wurde. Falls ein Zahn mit Kariesbefall gebleicht wird, können schwere Schäden im Zahnnerv entstehen. Deshalb solltest du deine Zähne unbedingt vor einem Bleaching durchchecken lassen und deine Zähne nur in einer seriösen Zahnarztpraxis durchführen lassen.
Kronen & Co.
Wichtig zu wissen ist ausserdem, dass du nur deine natürlichen Zähne aufhellen lassen kannst: Kronen, Füllungen und Veneers verändern ihre Farbe bei einem Bleaching nicht. So kann es vorkommen, dass sie durch eine Aufhellung der restlichen Zähne plötzlich auffallen.
Bitte nicht übertreiben
So oder so solltest du dir deine Zähne maximal einmal pro Jahr bleichen lassen. Zu häufiges Bleaching kann nämlich dazu führen, dass der Zahnschmelz bricht. Deshalb solltest du unbedingt auf die Empfehlung deines Zahnarztes hören, wenn er dir von einem Bleaching abrät.
Was kostet ein Bleaching beim Zahnarzt?
Die Kosten für ein Bleaching hängen von der gewählten Methode ab. Bedenke bei der Einschätzung der Kosten aber auch unbedingt, dass du zunächst eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen und bis zu 100 Euro einplanen musst. Schliesslich lassen sich nur gesunde und saubere Zähne bleichen.
Bei einem In-Office-Bleaching beim Zahnarzt musst du mit 200 bis 800 Euro rechnen. Da Zahnärzt:innen hier die Preise frei festlegen dürfen, lohnt es sich, verschiedene Angebote einzuholen. Das Home-Bleaching mit passgenauer Kunststoffschiene liegt in der Regel bei 200 bis 400 Euro. Für das Internal-Bleaching bei wurzelbehandelten Zähnen musst du mit 70 bis 100 Euro pro Zahn rechnen.
Wichtig: Die Krankenkasse zahlt das Bleichen deiner Zähne grundsätzlich nicht, weil es sich hier um eine rein kosmetische Behandlung handelt, die medizinisch nicht notwendig ist. Auch Zahnzusatzversicherungen zahlen Bleachings in der Regel nicht, übernehmen aber häufig die Kosten für die professionelle Zahnreinigung.
Zähne bleichen mit Produkten aus der Drogerie?
Du kennst das sicher: Beim Gang durch die Drogerie fallen dir jede Menge Bleaching-Produkte auf, die weisse Zähne versprechen – Strips, Stifte, Powder, Creme, Gel und ganze Sets und Kits. Auch im Internet lächeln uns Menschen mit strahlend weissen Zähnen entgegen und werben für Produkte, mit denen man sich die Zähne ganz einfach weiss anmalen kann. Oft sehen Vorher-Nachher-Fotos sogar überzeugend aus. Aber können diese Mittel wirklich halten, was sie versprechen?
Im Realitätscheck sieht es leider eher bescheiden aus: Da diese Produkte ohne Rezept frei verkäuflich erhältlich sind, gibt es gesetzliche Vorgaben bezüglich der Konzentration von Wasserstoffperoxid, die deutlich unter den Werten liegen, die beim Zahnarzt zum Einsatz kommen. Heisst: Bei einem Bleaching beim Zahnarzt bekommst du deutlich weissere Zähne. Einige Zahnärzt:innen berichten, dass ihre Patient:innen zuvor bereits negative Erfahrungen mit frei verkäuflichen Produkten gemacht haben.
Ausserdem können die Ergebnisse bei diesen Produkten im wahrsten Sinne des Wortes gemischt – oder sogar fleckig – sein: Da die Streifen oder Schienen in einer Standardgrösse produziert werden, sitzen sie nicht passgenau auf den Zähnen. Wenn die mitgelieferte Schiene zu klein ist, kannst du nicht die gesamte Zahnoberfläche mit Gel bedecken. Ist sie zu gross, läufst du Gefahr, dein Zahnfleisch zu schädigen, indem du es mit einer aggressiven Substanz in Kontakt bringst. Ausserdem gefährlich: Wer Produkte aus der Drogerie nicht sachgemäss anwendet, sondern versucht, seine Zähne viel häufiger zu bleichen als empfohlen, kann damit den Zahnschmelz schädigen.
Kann man Zähne mit Hausmitteln natürlich bleichen?
DIY-Kosmetikprodukte liegen im Trend: Im Internet gibt es zahlreiche Rezepte, die zeigen, wie man Zahnpasta, Deo & Co selber machen kann. Es gibt auch allerlei Tipps und Tricks, wie du deine Zähne natürlich bleichen kannst. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: Viele der empfohlenen Substanzen beschädigen den Zahnschmelz und sind somit eher kontraproduktiv. of the recommended substances damage tooth enamel and are therefore rather counterproductive.
Finger weg: Zähne bleichen mit Natron
Backpulver beziehungsweise Natron ist der Klassiker, wenn es um Hausmittel zum Bleichen der Zähne geht. Tatsächlich löst Natron im Mund eine chemische Reaktion aus, die Verfärbungen lösen kann. Allerdings ist dieser Effekt von kurzer Dauer. Die Säure greift den Zahnschmelz an und raut die Zahnoberfläche auf. So können sich Farbpigmente aus Kaffee, Rotwein, Cola & Co. und auch Zahnbelag und Zahnstein besonders leicht festsetzen, was die Zähne auf lange Sicht weniger weiss macht.
Salz, Zitronensaft & Kurkuma
Auch andere Hausmittel, die im Internet gehypt werden, sind schädlich für die Zahngesundheit: Sowohl Salz als auch Zitronensaft greifen den Zahnschmelz an und sollten auf keinen Fall zum Zähneputzen verwendet werden. Kurkuma wird zwar in einigen Quellen als Mittel für natürliches Aufhellen ohne Schäden angepriesen. Allerdings gibt es auch viele Testberichte, in denen Menschen ihre eigenen Erfahrungen schildern und bei der Anwendung von Kurkuma keine bis lediglich eine sehr geringe Wirkung feststellen konnten.
Ölziehen mit Kokosöl
Hast du schonmal vom “Ölziehen” gehört? Dieses ayurvedische Zahnpflegeritual soll angeblich auch eine aufhellende Wirkung haben. Dabei nimmst du einen Esslöffel Kokosöl in den Mund und bewegst es etwa 15 Minuten lang im Mundraum herum – und “ziehst” das Öl auch durch die Zähne hindurch. Dabei soll es Bakterien, die sich auf oder zwischen den Zähnen befinden, mitnehmen. Ausserdem soll das Öl Zahnbelag auflösen.
Tatsächlich haben Studien bereits erwiesen, dass Ölziehen eine positive Wirkung auf die Mundgesundheit hat: Es kann Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen reduzieren und ist somit eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Zahnpflegeroutine. Weissere Zähne bekommst du davon allerdings nicht direkt. Ölziehen hat eher eine indirekte positive Wirkung auf die Farbe deiner Zähne: Wenn du weniger Zahnbelag hast und sich weniger Zahnstein bildet, bleiben deine Zähne länger weiss.
Aktivkohle
Aktivkohle ist so beschaffen, dass sie Giftstoffe und Farbpigmente einfach “aufsaugen” kann. Wenn Aktivkohle also im Mund auf Farbpigmente trifft, bindet sie sie an sich und du kannst sie einfach ausspucken. Deshalb ist das Zähneputzen mit Aktivkohle ein beliebtes Hausmittel zum Bleichen der Zähne. Allerdings kann grobe Aktivkohle deinem Zahnschmelz schaden und die Oberfläche anrauen, sodass sich – ähnlich wie beim Zähnebleichen mit Backpulver – Zahnbelag besonders gut festsetzen kann.
Um die reinigende Wirkung von Aktivkohle trotzdem nutzen zu können, hast du zwei Optionen: Entweder die trägst eine Mischung aus Aktivkohle und Wasser lediglich auf die Zähne auf und spülst sie anschliessend ab – ohne sie mit einer Zahnbürste zu putzen. Oder du verwendest eine Zahnpasta mit Aktivkohle, die eine besonders feine Variante des Aktivkohlepulvers nutzt.
Wichtig zu wissen ist ausserdem: Die Farbpartikel, die du mit Aktivkohle entfernen möchtest, sitzen nicht unbedingt direkt erreichbar auf der Zahnoberfläche, sondern sind in Rissen, Kratzern und Unebenheiten versteckt. Um diese Verfärbungen zu erreichen, reicht ein einziges Zähneputzen mit Aktivkohle-Zahnpasta definitiv nicht aus. Deutlich weissere Zähne wirst du erst sehen, wenn du regelmässig Aktivkohle in der Zahnpflege verwendest.
Gut zu wissen:
Die Zahnpasta ‘Black is white’ von Curaprox nutzt die Kraft der Aktivkohle, um Verfärbungen zu entfernen, und ist dabei trotzdem besonders schonend. Durch drei natürliche Enzyme schützt du deine Zähne zusätzlich vor Karies.
Kann man mit Zahnpasta Zähne bleichen?
Du hättest gerne weissere Zähne, aber willst deine Zähne ohne Wasserstoffperoxid aufhellen? Dann kann eine Whitening–Zahnpasta helfen – allerdings bei weitem nicht in dem Mass wie ein Bleaching beim Zahnarzt.
Wenn du dich für eine Zahnpasta mit aufhellender Wirkung entscheidest, musst du allerdings ein paar Dinge beachten: Viele herkömmliche Zahnpastasorten mit Bleaching-Effekt verwenden Schmirgelpartikel, die Verfärbungen von den Zähnen wegschrubben sollen – ähnlich wie bei einem Peeling. Allerdings entsteht dann – ähnlich wie bei Backpulver oder grober Aktivkohle – eine raue Zahnoberfläche, die im Endeffekt zu mehr Zahnverfärbungen führt. Lebensmittelreste können sich besser festsetzen und die Zahnschmelzschicht wird zusätzlich dünner, sodass das Dentin stärker durchscheinen kann. Aber woher kann man wissen, wie sehr eine Zahnpasta den Zahnschmelz beschädigt?
RDA-Wert
Der RDA-Wert steht für Relative Dentinabrasion und gibt an, wie sehr eine Zahnpasta den Zahnschmelz abschmirgelt. Ein RDA-Wert unter 70 bedeutet, dass die Zahnpasta ganz besonders mild ist und auch für Menschen mit schmerzempfindlichen Zähnen geeignet ist. RDA-Werte zwischen 70 und 100 stehen für eine normale Abriebwirkung und sind bei gesunden Zähnen für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Ab einem RDA-Wert von über 100 ist die Zahnpasta nicht mehr für den täglichen Gebrauch geeignet und gilt als stark abrasiv. Zahnpasten für weissere Zähne liegen sehr häufig über 100 und können sogar die 200er-Marke knacken. Achte deshalb unbedingt darauf, dass deine Zahnpasta einen RDA-Wert unter 100 hat.
Gut zu wissen:
Die Zahnpasta-Reihe ‘Be you’ von Curaprox hat nicht nur einen besonders niedrigen RDA-Wert von 50, sondern setzt auf einen schonenden enzymatischen Whitening-Effekt, der den Zahnschmelz aufbaut, statt ihn anzugreifen, und deine Zähne trotzdem weisser macht. Ausserdem ist sie frei vonInhaltsstoffen wie Mikroplastik, SLS und Triclosan.
Welche Zahnbürste für weissere Zähne?
Viele Menschen denken, dass eine harte Zahnbürste Verfärbungen besonders gut wegschrubbt. Das ist leider falsch. Bei einer harten Zahnbürste sind die Borsten nämlich überhaupt nicht flexibel genug, um auf einer unebenen Oberfläche flächendeckend und gründlich zu reinigen. Deutlich effizienter für weisse Zähne ist eine weiche Zahnbürste mit einem dicht besetzten Bürstenkopf. Die weichen Borsten können sich der Zahnoberfläche besonders gut anpassen. Einen zusätzlichen Whitening-Effekt bieten Zahnbürsten mit aktivkohlebeschichteten Borsten wie etwa die ‘Black is black’ Zahnbürste von Curaprox. Diese gibt es auch als Schallzahnbürste. Mit bis zu 84’000 Bewegungen entfernen die Carbon-Filamente mit Aktivkohle-Partikeln Verfärbungen auf sanfte Weise, ohne den Zahnschmelz zu beeinträchtigen.
Prophylaxe: 5 Tipps für weisse Zähne
Egal ob du dich dazu entschieden hast, deine Zähne zu bleichen und wissen willst, wie du die weisse Farbe so lange wie möglich behalten kannst, oder ob du deine Zähne auf natürliche Weise so hell wie möglich halten möchtest – es gibt einiges, das du aktiv tun kannst.
1. Verfärbungen vermeiden
Kaffee, Tee, Cola, Rotwein – die Übeltäter sind bereits bekannt. Wenn du möglichst lange weisse Zähne haben möchtest, solltest du diese Lebensmittel nicht allzu häufig konsumieren. Auch Fruchtsäfte, Balsamico-Essig und Gewürze wie Safran und Curry können für Verfärbungen sorgen. Und natürlich ganz wichtig: Falls du rauchst, aber gerne schöne weisse Zähne hättest, solltest du diese schlechte Angewohnheit unbedingt ablegen.
2. Nach säurehaltigen Lebensmitteln 30 Minuten mit Zähneputzen warten
Gründliches Zähneputzen ist zwar sehr wichtig, allerdings solltest du damit eine halbe Stunde warten, wenn du färbende, säurehaltige Lebensmittel wie Fruchtsaft, Cola oder Kaffee getrunken hast. Durch den Säureangriff lösen sich Mineralien aus dem Zahnschmelz, die vom Speichel wieder aufgefüllt werden müssen. Für diesen Vorgang braucht unser Körper etwa 30 Minuten. Wenn du direkt nach dem Trinken deine Zähne putzt, ist die Zahnoberfläche besonders angreifbar und du läufst Gefahr, deinen Zahnschmelz ungewollt wegzuschrubben.
3. Regelmässig zur Professionellen Zahnreinigung gehen
Gegen oberflächliche Verfärbungen hilft eine Professionelle Zahnreinigung alle 6 bis 12 Monate. Falls du bereits ein Bleaching planst, kannst du danach durch regelmässige Professionelle Zahnreinigungen dafür sorgen, dass die Zähne länger weiss bleiben.
4. Sanfte Whitening-Zahnpasta verwenden
Eine sanfte Whitening-Zahnpasta wie die ‘Be you’ Reihe von Curaprox hellt deine Zähne optisch auf und schützt gleichzeitig Zahnschmelz und Zahnfleisch. Du kannst sie ganz einfach in dein tägliches Zahnputzritual integrieren und dich über einen sanften Whitening-Effekt freuen.
5. Auf eine gründliche Zahnpflege achten
Das A und O für weisse Zähne ist die richtige Zahnpflege. Denn nur wenn wir unsere Zähne gründlich und regelmässig putzen, können wir Verfärbungen vermeiden. Aber was gehört eigentlich zur richtigen Zahnpflege?
Das sind die wichtigsten Punkte:
- Zweimal täglich die Zähne mit einer weichen Zahnbürste (zum Beispiel mit der CS 5460 vonCuraprox) oder Schallzahnbürste putzen – morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen
- Einmal täglich Zahnzwischenräume reinigen (zum Beispiel mit einer Interdentalbürste von Curaprox)
- Fluoridhaltige Zahnpasta verwenden
Gut zu wissen:
Putzt du deine Zähne eigentlich richtig? In unserer Zahnputzanleitung verraten wir dir, wie die wissenschaftlich erwiesen effektivsten Zahnputztechnik aussieht:
Quellen
Bundeszahnärztekammer: Zahnaufhellung / Bleaching.
Codrin, Consuela: Es werde Licht?! Zahnaufhellung kritisch gesehen, on: zm-online.de
Dentolo: BBleaching-Kosten: So viel kostet das strahlend weiße Lächeln.
Kropp, Dirk: Bleaching: Zähne bleichen, on: prodente.de.
Mainzahn Centre for Dental Health: Kann Kokosöl zum Zähne aufhellen verwendet werden?
Moritz, A.: Zahn-Bleaching – ein Update, in: Informationen aus Orthodontie & Kieferorthopädie. 2013
NDR: Bleaching: Wie lassen sich Zähne risikofrei bleichen?
Peric, Maja: Vergleich zwischen In-Office Bleaching und At-Home Bleaching – eine systematische Übersichtsarbeit.
Oral Health Foundation: Tooth Whitening.
Scheibe, Anna: Zähne aufhellen: Diese Bleaching-Methoden gibt es – und das bewirken sie, on: stern.de.
Stiftung Warentest: Was Zähne wirklich weiss macht.
Swiss Smile: Zähne bleichen /Bleaching.
Zahnaufhellungtest.de: Zähne aufhellen mit Kurkume: geht das? Mein Erfahrungsbericht.
Alle Websites letztmals aufgerufen am 26.02.2024.
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